PANTAMS ?

Was sind PANTAMS ? Woher kommen Sie ? Wie sind Sie entstanden? Seit wann gibt es Sie ? Warum heißen Sie so ?

DER URSPRUNG

Trinidad & Tobago, 1930er Jahre: Die britischen Kolonialherren haben den Einheimischen (historisch gesehen Nachfahren von Sklaven, hauptsächlich aus Afrika und Indien) verboten, auf afrikanischen Percussion Instrumenten zu trommeln. Als kreative und stolze Menschen suchten sie nach neuen Möglichkeiten für den musikalischen Ausdruck. Auf der Suche nach neuen Instrumenten entstanden die ersten Steelpans, die Anfang der 1930er Jahre aus ausrangierten Ölfässern hergestellt wurden.

(Photo: Trinidad All Steel Percussion Orchestra (TASPO), 1951)

Die Steelpan erlangte internationale Aufmerksamkeit, als TASPO (Trinidad All Steel Percussion Orchestra) 1951 nach England eingeladen wurde, um dieses neue Musikinstrument beim Festival of Britain vorzustellen.

Einige Musiker dieser Gruppe blieben in England (Sterling Betancourt MBE) und machten die Steelpan in Europa bekannt. Andere Trinidadianer brachten die Musik von Steelpan und Trinidad (Calypso) nach Amerika und in die ganze Welt.

DAS ERSTE PANTAM / DIE ERSTE HANDPAN – DAS HANG

(Photo: Reto Weber mit einem Ghatam)

Schweiz, 1998: Im Jahr 1999 besuchte der Schweizer Perkussionist Reto Weber die Werkstatt des Steelpan Herstellers PANArt und kam auf die Idee, für ihn ein „neues“ Instrument bauen zu lassen. Sein Spiel auf mehreren Ghatams gleichzeitig inspirierte Reto Weber. Also bat er PANart, ein Ghatam mit mehr als einer Note aus Stahl zu bauen, so dass er es mit seinen HÄNDEN, wie ein Ghatam spielen konnte.

Einige Zeit später wurde der erste „HANG“ geboren. “HANG” bedeutet übrigens HAND im Berner Dialekt. Ein Ghatam aus Stahl mit mehr Noten, von Hand spielbar.

Photo: Erste Reihe: Prototype Hang November 1999 (links), Ghatam (recht); Zweite Reihe: Drei Hanghang ,gebaut zwischen 2005 und 2007

2001 präsentierte PANart auf der Musikmesse Frankfurt ihr neues Instrument, das HANG. PANart gab den den Bau von Steelpans auf und konzentrierten sich stattdessen auf das Herstellen von Hanghang (Mehrzahl für Hang).

2014 beendete PANart die Herstellung der HANGHANG endgültig. Seit dieser Zeit widmen sich die Schweizer Instrumentenbauer der Entwicklung und Herstellung verschiedenster neuartiger Instrumente – welche alle aus dem von Ihnen entwickelten (und auch patentierten) Spezialstahl (dem sogenannten “Pang”) gefertigt werden.

VOM HANG zum PANTAM

Die Ersten, die meines Wissens (es gibt wenig dokumentiertes, dafür jede Menge Gerüchte, Geschichten, Vermutungen zu diesem Thema) “Klangskulpturen” (ähnlich) wie das Hang nach PANart hergestellt haben waren:

  1. Bill Brown mit der CAISA in Deutschland
  2. Kyle Cox und Jim Dusin, mit der HALO by Pantheon Steel in den USA – und Luis Eguiguren mit der BELLART in Spanien in 2006/2007.
  3. Philippe Maignaut‘s SPACEDRUM in Frankreich in 2008/2009.

WARUM DER NAME PANTAM oder HANDPAN ?

Das Hang® ist ein von PANart geschützter Begriff und darf nur für die von PANart hergestellten Instrumente verwendet werden. HANG ist somit eine Markenbezeichnung und nicht die Bezeichnung eines Musikinstruments !

Durchgesetzt haben sich als Bezeichnung für dieser Art von Klangskulpturen bzw. Musikinstrumente international die Begriffe HANDPAN und PANTAM

PANTAMS HEUTE

Heute gibt es mehr als 150 Hersteller von PANTAMS / HANDPANS (und es werden ständig mehr), die Instrumente auf einem unterschiedlichem Level an subjektiver und objektiver Qualität herstellen.

Die Herstellung dieser Instrumente ist sehr komplex, erfordert viel Erfahrung und ist viel mehr einem Kunsthandwerk zuzuordnen als einem klassischen Handwerk. Jedes Instrument ist ein Unikat, ein Kunstwerk. Dadurch ist es auch sehr schwer, einen objektiven Wert für diese Instrumente festzulegen. Natürlich kann über Vergleiche ein Gefühl für faire Preise entwickelt werden, aber grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass in erster Linie der Käufer von Kunst entscheiden wird müssen, wie viel Ihm ein bestimmtes Kunstobjekt (in dem Fall ein PANTAM) wert ist.

ACHTUNG: Immer noch ist das Wissen über diese Instrumente sehr bescheiden – die Faszination jedoch groß. Dies ist der Grund dafür, warum am PANTAM MARKT auch viel betrogen wird. Teilweise werden fürchterlich schlechte Instrumente zu horrenden Preisen verkauft – oder gute Instrumente zu verrückt überteuerten Preisen. Und es passiert auch immer wieder, daß PANTAM Interessierte viel Geld dafür bezahlen, um am Ende gar nichts zu bekommen.

Also VORSICHT ! Niemals übereilt kaufen ! Am Besten man kauft direkt beim Hersteller, oder “Face-to-Face”. Nur bei einem Instrument, welches selbst gespielt wurde, kennt man die wahre Qualität !